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Grafikdesign im Kontext der Inklusion

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Grafikdesign wird oft auf die Effektivität der Informationsweitergabe hin betrachtet. Demensprechend findet eine Kommunikation zwischen der interagierenden Person und dem Designobjekt statt. Doch was passiert wenn diese Kommunikation unzureichend ist?

Die Anzahl an Personen, die mit einer Beeinträchtigung der visuellen Wahrnehmung leben müssen, wird oft außer Acht gelassen.

Cornish, Goodman-Deane, Ruggeri & Clarkson (2015) erläutern innerhalb ihres Artikels den Kontext von Grafikdesign in Verbindung mit der Zugänglichkeit, des jeweiligen Designs, für Personen mit Inklusionshintergrund. Die Unzugänglichkeit von Grafikdesign gehört zum Alltag, selbst bei dem Design von Medikament-Verpackungen, was nicht nur Alltagshandlungen erschwert, sondern sie sogar gefährlich macht. Die Anzahl an Personen, die mit einer Beeinträchtigung der visuellen Wahrnehmung leben müssen, wird oft außer Acht gelassen.

122 Designer und Klienten wurden zum Thema der visuellen Zugänglichkeit befragt, wodurch deutlich wurde, dass hier ein Erklärungsnotstand der Designer herrscht. Nur ein geringer Anteil der Designer hatte sich überhaupt mit diesem Thema befasst und ein noch geringerer Anteil ließ besagte Informationen in den Designprozess mit einfließen. Es gibt derzeit verschiedene Tools und Leitlinien, die den Designer in seiner Arbeit unterstützen können. Beispiele hierfür sind:

  • Userfit von Paulson, Ashby & Richardson (1996)
  • RNIB’s Clear print guidelines (1997)

Neben diesen Beispielen finden sich aber noch weitere, auch für den Bereich des Produktdesigns. Eine kurze Suche in Google birgt schon viele Informationen. Grundlegend sollte dieses Gebiet jedoch noch weiter erforscht werden und neue Tools zur Evaluation erstellt werden. Wichtig ist, die Aufmerksamkeit von Designern auf einen möglichen Inklusionshintergrund zu lenken, sodass diese in der Lage sind, eine angepasste Design-Klient-Kommunikation zu ermöglichen (Cornish, Goodman-Deane, Ruggeri & Clarkson, 2015).

Autor: Benedikt Scholer

Referenzen:
1) Cornish, K., Goodman-Deane, J., Ruggeri, K., & Clarkson, P. J. (September 01, 2015). Visual accessibility in graphic design: A client-designer communication failure. Design Studies, 40, 176-195.
2) Poulson, D., Ashby, M., & Richardson, S. (1996). Userfit: A practical handbook on user-centred design for Assistive Technology. Brussels: ECSC-EC-EAEC.
3) Royal National Institute for the Blind., & Royal National Institute for the Blind. (1997). Clear print guidelines. London: RNIB.

Gesundheit

Soja und Früchte als Unternehmensstrategie für mehr Kreativität?

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Hiermit beginnt eine Reihe von Artikeln, die sich mit Thema „Kreativität“ aus wissenschaftlicher Sicht befasst. In diesem Artikel beginnen wir die Beitragsreihe mit einem anderen Blickwinkel auf Apfel, Erdbeere und Co!

Google präsentiert oft ihre innovativen Bürokomplexe mit verschiedensten Einrichtungsstücken, welche das Büro zum Abenteuerspielplatz machen. Neben dem Abenteuerspielplatz gibt es aber auch viele Kaffeeecken, die oft mit Früchten ausgestattet sind. Hat Google hier etwas verstanden und erkannt, dass dies die Kreativität der Mitarbeiter erhöht?

Colzato, De Haan, Hommel & Colzato (2014) haben sich mit dem anekdotenhaft beschriebenen Thema beschäftigt, dass Früchte angeblich die Kreativität steigern sollen. Dabei geht es oft darum, dass Menschen ihre mentalen Blockaden nach dem Genuss von Obst lösen. Jedoch gab es bisher hierfür noch keine empirischen Hintergründe.

Bei dem untersuchten Stoff, welcher die Kreativität steigern soll, handelt es sich um l-Tyrosin (TYR), welcher in Früchten wie Bananen, aber auch in Nahrungsmitteln wie Soja und Mandeln vertreten ist. Beim einfachen Brainstorming scheint Tyrosin leider keinen positiven Effekt zu haben. Sobald aber tiefere Denkaufgaben auftreten, bei denen es um Lösungen geht, die nicht nur anders, sondern auch effektiv sind, zeigt sich Tyrosin als kreativitätsfördernd. Der positive Effekt entsteht also während des kovergenten und nicht während des divergenten Denkens.

Auch Steve Jobs beschrieb oft seine kreativitätsfördernde Obstdiät, welche unter diesem Blickwinkel gar nicht so verrückt erscheint (Colzato, De Haan, Hommel & Colzato, 2014).

Praxisnähe für Designer:
Designer können diesen Effekt natürlich jederzeit für sich nutzen, wenn Ihr derzeitiger Arbeitsschritt über ein erstes Brainstorming hinausgeht. Sobald Sie sich z.B. zu einem Projekt, eine erste grobe Idee erarbeitet haben und Sie sich folgend mit den genaueren Details befassen müssen, kann Tyrosin unterstützend im Kreativprozess wirken.

Praxisnähe für Unternehmer:
Auch Unternehmen finden sich oft in Phasen wieder, in denen Kreativität benötigt wird. Dies tritt besonders oft auf, wenn gerade neue Problemlösungsstrategien entwickelt werden müssen. Auch hier könnten Sie sich ein wenig Unterstützung durch den Nachschub an Tyrosin sichern, um kreativer an ihre Herausforderungen heran zu treten.

Autor: Benedikt Scholer

Referenzen:
Colzato, L. S., De, H. A. M., Hommel, B., & Colzato, L. S. (September 26, 2014). Food for creativity: tyrosine promotes deep thinking. Psychological Research.