Sozialwissenschaft

Design Relevanz in der Gesellschaft – Conflict Kitchen

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Design Relevanz in der Gesellschaft – Conflict Kitchen

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Im zweiten Teil unserer Reihe zum Thema Design und Gesellschaft betrachten wir das Projekt Conflict Kitchen aus den USA. Ein Projekt, welches maßgeblich zur Völkerverständigung beiträgt.

Im vorliegenden Artikel wollen wir das Projekt Conflict Kitchen aus Amerika betrachten. Conflict Kitchen ist ein Restaurant, welches lediglich Gerichte von Ländern anbietet, mit denen Amerika in einem direkten Konflikt liegt. Das Restaurant serviert alle sechs Monate Gerichte von einem anderen Land der sogenannten „Achse des Bösen“. Jeder Wechsel wird mit einem kleinen Fest gefeiert, bei dem die Musik und die Tradition des neuen Landes zelebriert wird.

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Aktuell läuft das Restaurant unter dem Thema „Kuba“. Seit der Eröffnung im Jahre 2010 wurden bereits der Iran, Afghanistan, Nord Korea und Venezuela thematisiert. Die landesspezifische Gestaltung des Restaurants ändert sich mit den Themen und wird von der lokalen Bevölkerung des Themenlandes unterstützt. Ziel ist die Völkerverständigung. Auf diese Weise kommen Menschen, die möglicherweise kaum oder keine Informationen zu diesen Ländern haben in Kontakt mit anderen Kulturen, die sie aus den Nachrichten nur als Kriegstreiber und Terroristen kennen. Conflict Kitchen beschreiben sich selbst auf ihrer Internetseite:

„Conflict Kitchen is a restaurant that only serves cuisine from countries with which the United States is in conflict. Each Conflict Kitchen iteration is augmented by events, performances, and discussions that seek to expand the engagement the public has with the culture, politics, and issues at stake within the focus country. The restaurant rotates identities every few months in relation to current geopolitical events.“1

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Hier trägt eine Idee und das damit verbundene Design maßgeblich zur Völkerverständigung bei. Mit jedem Essen werden Informationsbroschüren zum jeweiligen Land ausgeteilt, Events und Diskussionen laden zur Auseinandersetzung ein und lokale Angehörige der jeweiligen Kultur treten in einen direkten Austausch mit neugierigen Amerikanern.

 „Our current Cuban version introduces our customers to the food, culture, and politics of Cuba. Developed in collaboration with Cubans in Cuba and Pittsburgh, our food comes packaged in wrappers that include interviews with Cubans on subjects ranging from culture to politics. As is to be expected, the thoughts and opinions that come through the interviews and our programming are informed by personal perspective and history. These diverse perspectives reflect a nuanced range of thought within each country and serves to instigate questioning, conversation, and debate with our customers.“2

Dieses Projekt ist nur ein Beispiel um den sozialen Nutzen von Design zu verdeutlichen. Im nächsten Artikel schließen wir die Reihe Design und Gesellschaft mit der Betrachtung des Projektes „ParaSITE – Homeless Shelter“ ab. Das Projekt befasst sich mit einer günstigen Unterbringungsmöglichkeit für obdachlose Menschen und wird bereits im MoMA ausgestellt.

Autor: Simon Elsen

Referenzen
0 www.conflictkitchen.org
1, 2 www.conflictkitchen.org
Bilder www.conflictkitchen.org

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