ProduktWirtschaft

Ökonomische Paradigmen und Design Innovation – Teil 3

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Ökonomische Paradigmen und Design Innovation – Teil 3

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Nachdem wir bereits die Auswirkungen der industriellen Revolution und der Erlebniswirtschaft näher betrachtet haben, folgt nun der Blick auf die wissensbasierte Wirtschaft, welche einen nie zuvor dagewesenen Freiheitstrieb der Klienten erschuf.

Laut Gardien, Djajadiningrat, Hummels & Brombacher (2014) wurde es innerhalb der Erlebniswirtschaft immer schwerer neue Kunden für die eigene Marke zu gewinnen. Zusätzlich erzeugte die Entwicklung des World Wide Web eine Informationsfülle, durch die viele Personen ihre Identität neu gestalten konnten. Die Einengung durch subkulturelle Schranken verringerte sich stark. Als Resultat gaben die Kunden ihre Rolle als passive Konsumenten ab und übernahmen teilweise selbst eine Rolle innerhalb des kreativen Prozesses.

Während im ersten Paradigma noch ein Wert durch Massenartikel erzeugt wurde und im zweiten Paradigma das Erlebnis der Markenzugehörigkeit einen Wert schuf, so schafft die wissensbasierte Wirtschaft einen Wert in dem immer mehr Unternehmen einen offenen Innovationsprozess zulassen, bei dem Nutzerwissen, Expertenwissen und Unternehmenswissen kombiniert werden.

Die Position der Designer wird durch die Instrumentalisierung des offenen Design-Prozess klar. Designer sollten das Wissen der Kunden und der Experten kombinieren um neue Erfahrung zu sammeln, zu analysieren und daraus interaktive Produkte zu gestalten.

Bei den eingesetzten Methoden zeigt sich, dass verschiedene Techniken neu entwickelt und eingesetzt wurden. Unter anderem werden Produkte durch immer wieder neu erstellte Prototypen getestet, datenunterstützte Produktforschung betrieben, Datenkombination & Visualisierung, generatives Produktdesign und Kooperation mit den Kunden.

Der Design-Prozess beginnt daher mit einer Kontexterforschung des Produktes, welche daraufhin durch eine Prototyperstellung unterstützt und validiert wird. Die Ergebnisse dieser beiden Bereiche werden anschließend kombiniert um eine Endproposal zu erstellen (Gardien, Djajadiningrat, Hummels & Brombacher, 2014)

Autor: Benedikt Scholer

Referenzen:

Gardien, P., Djajadiningrat, T., Hummels, C., & Brombacher, A. (January 01, 2014). Changing your hammer: The implications of paradigmatic innovation for design practice. International Journal of Design, 8, 2, 119-139.

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