Ökologie

Design Relevanz in der Ökologie – Umdenken?

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Design Relevanz in der Ökologie – Umdenken?

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Im zweiten Artikel zu unserer Serie bezüglich Design und Ökologie, betrachten wir Einsatzmöglichkeiten von Design, um ökologische Ideen und Werte an die Gesellschaft zu bringen.

Viele Designkritiker behaupten, dass Design in der Praxis nahezu ausschließlich oder zumindest zum größten Teil zu kommerziellen Zwecken genutzt wird. Dies muss jedoch nicht zwangsläufig gegen den ökologischen Gedanken gehen. Es stimmt, dass unsere Arbeit zu einem großen Teil dazu benutzt wird, Informationen an eine bestimmte Zielgruppe zu kommunizieren und das nicht selten aus kommerziellen Zwecken. Nun liegt es an uns, diese Informationen und Botschaften mit ökologischen Werten und Gedanken aufzuladen und möglicherweise ein Umdenken einzuleiten.

Ich war nie ein Freund von Aussagen, die Design als Allheilmittel darstellen – doch wenn wir mit unseren Arbeiten einen Beitrag zur ökologischen Wende beitragen können, ist dies auf jeden Fall ein lohnenswerter Nutzen von Design. Desweiteren kann intelligentes und gut gemachtes Design auch indirekt für ein ökologisches Denken begeistern. Die meisten Menschen würden sich nicht hinsetzen und einen Klimabericht studieren. Die Materie ist zu trocken, die Aufmachung meist nicht wirklich ansprechend und die Notwendigkeit zu handeln, geht im Alltag schnell unter.

Um Menschen dazu zu bringen, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, muss die Hemmschwelle so gering wie möglich sein. Inhalte müssen leicht verständlich und strukturiert präsentiert werden. Komplexe Sachverhalte müssen auch für Laien zugänglich sein und möglicherweise an erklärenden Fallbeispielen aufzeigt werden. Fakten und Zahlen müssen schnell einsehbar sein und im Idealfall durch Infografiken erläutert werden. Das gesamte Medium muss so gestaltet sein, dass der Einstieg leicht fällt und der Leser interessiert bleibt.

Idealerweise geschieht dies nicht nur im Printbereich sondern auch digital. Der digitale Ansatz bietet auch direkt noch ein weitaus breiteres Spektrum an Präsentationsmöglichkeiten. Infografiken und Gestaltungselemente könnten animiert sein oder einen interaktiven Ansatz haben. Durch die Interaktion des Rezipienten wird er erstens mehr Interesse zeigen, da er selbst handeln kann, und zweitens die Inhalte besser aufnehmen können.

Darüber hinaus können eine Vielzahl an weiteren Maßnahmen und designerische Disziplinen mitwirken. Sei es eine gut gemachte Kampagne, eine Installation im urbanen Raum, ein Produkt oder eine Packaging – all das fällt in das Arbeitsspektrum des Designs. Letztendlich ist der Punkt des „Interesseweckens“ wohl der wichtigste. Design kann trockene oder schwer verständliche Informationen interessant aufbereiten und einer breiteren Masse zugänglich machen. Und genau hier liegt auch seine Stärke!

Im dritten und letzten Artikel zur Serie Ökologie und Design werden wir uns ein direktes Beispiel aus der Praxis ansehen. Das Projekt „Bäume für Berlin“ aus dem Hause edenspiekermann.

Autor: Simon Elsen

Referenzen

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