ProduktWirtschaft

Ökonomische Paradigmen und Design Innovation – Teil 2

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Ökonomische Paradigmen und Design Innovation – Teil 2

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Im zweiten Teil dieser Artikelreihe wird nun die Erlebniswirtschaft genauer betrachtet. Hier zeigen sich starke Veränderungen zum vorherigen Paradigma.

Auf das Paradigma der industriellen Wirtschaft folgte die Erlebniswirtschaft oder Erlebnisökonomie. Gardien, Djajadiningrat, Hummels & Brombacher (2014) beschreiben, dass sich zu dieser Zeit ein individuellerer Lebensstil anbahnte. Die Menschen sahen Markenprodukte als Identifikationsmerkmal für ihren gewählten Lebensstil, woraufhin immer mehr Produkte auf bestimmte soziale und kulturelle Gruppen zugeschnitten wurden. Hier lässt sich ein neuer Wert erkennen, da Produkte nun eine emotionale Ebene enthielten, welche als Wertschöpfungspotential betrachtet wurde.

Verschiedene Unternehmen erkannt, dass eine Marke nicht nur davon abhängt wie gut ihre Produkt oder Service ist. Die Wahrnehmung der Marke entsteht auch durch die Werbung, die Verpackung, Kundenbetreuung und Verkaufswege. Als Ergebnis aus dieser Erkenntnis änderte sich die Position der Designer. Sie arbeiteten unter einem ganzheitlichen Blickwinkel, wobei Aspekte wie Corporate Design in den Vordergrund traten.

Neu entwickelte Methoden zeigen sich in Form von der direkten Beobachtung des Produktes im Kundenkontext, der Betrachtung des Pre- und Post-Kauf Erlebnisses und der Analyse von verschiedenen Interaktionsmöglichkeiten die ein Produkt während seines Lebenszyklus durchläuft.

Der Design-Prozess zeigt nun einen klaren Kundenbezug, was zu Beginn dieses Prozesses durch eine Analyse des Kundenkontexts bestätigt wird. Die Kundenvorgaben werden spezifiziert und als Grundlage für das weitere Design genutzt. Nachdem ein Produkt oder Dienstleistung entwickelt wurde, werden erneute die Kundenvorgaben dem Produkte oder der Dienstleistung gegenübergestellt um möglicherweise weitere Adaptionen einzuleiten. (Gardien, Djajadiningrat, Hummels & Brombacher, 2014)

Im dritten Artikel dieser Reihe betrachten wir, die auf die Erlebniswirtschaft folgende wissensbasierte Wirtschaft und die damit einhergehenden Freiheiten bezüglich Klienten, Designer und dessen Beziehung zueinander.

 

Autor: Benedikt Scholer

Referenzen:

Gardien, P., Djajadiningrat, T., Hummels, C., & Brombacher, A. (January 01, 2014). Changing your hammer: The implications of paradigmatic innovation for design practice. International Journal of Design, 8, 2, 119-139.

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